Der Spreepark Berlin - Ende der Zickenkriege

Der Spreepark im Plänterwald in Berlin, ehemals Vergnügungspark der DDR, derzeit heißgeliebtes Foto-Objekt von Liebhabern "abandoned places", schließt angeblich am 3. Juli seine Pforten für immer und wird zwangsversteigert.


Viel ist nicht mehr zu holen, davon konnte ich mich am letzten Wochenende bei einer der letzten Führungen durch das Gelände selbst überzeugen.
Das Riesenrad steht zwar noch, aber was sonst noch im Jahr 2010 bei einem Kurzbesuch (der leider von den Sicherheitsleuten abrupt beendet wurde) sehr spannend aussah und schon im Jahr darauf kaum mehr zur Hälfte existierte, ist heute komplett abgebaut. Selbst von den Highlights der Fotografiebesessenen, den herumliegenden Sauriern, ist kaum mehr etwas da.

Saurier guckt kopflos in der Gegend herum.
Die Geschichte des Parks ist unübersichtlich. Angebliche Machenschaften des Berliner Senats kommen darin ebenso vor wie Drogengeschäfte und seltsame Unfälle. Dubiose Leute schalten sich ein und erzählen die Geschichte entweder aus Pro- oder Kontra-Inhabersicht, da nehmen sich leider auch die Führungen durch das Gelände nicht aus. Wir mussten einen selbstgerechten Stammtischphilosophen ertragen, der uns 90 Minuten mit seinen eifrigen Moralmonologen das Ohr abkaute, sich Beifall klatschen ließ und uns auch nach Bitten nur wenige Minuten fürs Fotografieren gewährte, denn seine Sicht der Dinge war ihm offenbar essentiell.
 Aber es lohnt wohl nicht, sich weiter aufzuregen, so der kleine Mann mit dem riesigen Müllerfaktor doch vermutlich gerade seinen letzten Beifall hörte und den Rest seines Lebens mit nichtigen Arbeiten verbringen muss.

Genug der Rede, jetzt gibt es einfach nur Fotos im Märchenlook, denn seit dem Film "Wer ist Hannah?" ist der Spreepark für mich Märchenwald.












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